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Brauchtum in Alpnach


Unser Dorf kann auf ein vielfältiges und lebendiges Brauchtum hinweisen.
Von den weltlichen Bräuchen sollen hier jene erwähnt werden, die im Jahreslauf am meisten Beachtung finden.

Älplerchilbi
Sankt Nikolaus zieht ins Dorf ein
Fasnacht

Älplerchilbi

Im Oktober oder November werden bei uns zwei Älplerchilbi abgehalten, die eine im Dorf, die andere in Schoried.
Die Älplerchilbi ist ein jahrhundertealtes Älplerfest, an dem die Bauern nach einem reichen Alpsommer zusammenkommen, um Gott für die empfangenen Gaben zu danken und sich nachher bei Essen, Musik und Tanz zu vergnügen.
Typisch für die Älplerchilbi sind die beiden Wilden, der Wildma und das Wildwyb. Sie erinnern an uralte Zeiten, da in unseren Bergen noch Reste der heidnischen Urbevölkerung lebten, eben Wilde, die den neueingewanderten Bauern auf den Alpen jeweils halfen und zum Dank dafür an die Chilbi eingeladen wurden.
Die Wilden tollen sich mit den Kindern im Dorf herum und sagen am Nachmittag auf dem Schulhausplatz in gereimter Form ihre Sprüche auf, wobei sie die Sünden und Dummheiten der Dorfbewohner in verklausulierter Form ausplaudern.
Die Älpler und ihre Begleiterinnen in den einheimischen Trachten und die geladenen Gäste bilden dabei einen farbenfrohen Ring, hinter dem sich das Volk aufstellt. Die Sprüche sind also öffentlich. Seien Sie im nächsten Herbst dabei!

Sankt Nikolaus zieht ins Dorf ein

Ende November und anfangs Dezember, wenn Nacht und Kälte sich aufs Dorf legen, machen die Trinklergruppen unüberhörbar mit ihrem Lärm auf den Besuch des Hl. Nikolaus und die kommenden langen Nächte aufmerksam.
Ende November beginnt das Getöse mit dem St. Nikolaustrinkeln der Schüler. 'Dr Samiglais' der Schüler bringt seine Gebäcke in die Haushaltungen des Dorfes und möchte mit den erhaltenen Gaben gute Werke unterstützen.
Vor dem eigentlichen Nikolaustag, dem 6. Dezember, erfährt der Brauch mit dem Einzug des heiligen Bischofs ins Dorf inmitten von hunderten von Trinklern seinen imposanten Höhepunkt.
An den folgenden Abenden besucht dann St. Nikolaus auf Wunsch hin die Familien mit Kindern, um zu loben, seine Ermahnungen anzubringen und die Kinder zu bescheren.

Fasnacht

Das zweite wilde Treiben fällt in den Vorfrühling, in die Tage vor dem Beginn der Fastenzeit. Es sind die verrückten Tage der früheren Fastnacht, heute Fasnacht genannt, also die Tage vom Schmutzigen Donnerstag bis zum 'Gidelzischtig', an denen man sich früher durch Verkleidung, Lärm und Mummenschanz vor der Fastenzeit nochmals austoben wollte. Heute stehen Motive wie Fröhlichkeit, Entspannung und Erholung von der Belastung des Alltages im Vordergrund. In Alpnach organisiert eine Fasnachtszunft die öffentliche Strassenfasnacht, lautstark unterstützt von einigen einheimischen Guggenmusiken, die teilweise schon seit mehr als dreissig Jahren die Alpnacher Fasnacht beleben.